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Bauproduktenverordnung - CE-Kennzeichnung und Leistungserklärung

DoPCAP

CONPICO

CE-Kennzeichnung

Leistungserklärung

Notifizierte Drittstellen

Produktinfostellen

Verwendungsbedingungen für CE-gekennzeichnete Bauprodukte

Dach- und Formziegel nach EN 1304

Pflasterziegel nach EN 1344

Mauerziegel nach EN 771-1

Mauerziegel mit besonderen Eigenschaften nach DIN 105-100

Zulassungsziegel - Mauerziegel mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (abZ)

Was ist neu?

Seit Juli 2013 ist die neue europäische Bauproduktenverordnung in Kraft getreten. Sie löst die Bauproduktenrichtlinie ab, die bislang die rechtliche Grundlage der CE-Kennzeichnung von Bauprodukten war. Eine Umsetzung in nationales Recht ist somit nicht mehr erforderlich. Der vollständige Text der deutschen Sprachfassung der BauPVO ist im rechtsverbindlichen Amtsblatt der EU (EUR-Lex) verfügbar unter BauPVO 305/ 2011 vom 9. März 2011.

DoPCAP - Onlinedatenbank für Leistungserklärungen im Internet

DoPCAP-Onlinedatenbank

Delegierte Verordnung (EU) Nr. 157/2014 vom 21.02.2014

FAQ zur Bereitstellung der DoP im Internet

Vorteile

Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU (L 52, 57. Jahrgang) vom 21.02.2014 hat die Europäische Union jetzt auch die Rechtsgrundlage für die Zurverfügungstellung einer Leistungserklärung von Bauprodukten auf einer Website geschaffen. Die Baustoffhersteller haben fortan die Möglichkeit, die Leistungserklärung nicht wie bisher i.d.R. auf Papier jeder Lieferung, sondern auf einer Website bereit zu stellen. Voraussetzung ist, dass die Leistungserklärungen im Internet ständig verfügbar, nicht veränderbar und über den in der BauPVO angegebenen Mindestzeitraum von 10 Jahren zugänglich sind. Der Hersteller muss ebenfalls mit geeigneten Maßnahmen sicherstellen, dass die Erklärung nachträglich nicht geändert oder manipuliert werden kann. Der Verordnungsgeber lässt es ausdrücklich offen, wie diese Maßnahmen getroffen und die Wirksamkeit nachgewiesen wird.
Zur Erfüllung dieser vom delegierten Rechtsakt geforderten Maßnahmen hat ein Zusammenschluss von Industrieverbänden CONPICO e.V. die Internetdatenbank DoPCAP gegründet. Über 100 Baustoffhersteller mit über 10.000 eingestellten Leistungserklärungen nutzen zurzeit diese Internetplattform. Vergleichbare Online-Produkte gibt es zurzeit weder in Deutschland noch im europäischen Umfeld. Mit DoPCAP ist es der Verbändeinitiative gelungen, rechtzeitig ein entsprechendes Onlineangebot an den Markt zu bringen. Der Vorteil: die Entscheidungen über die Struktur, Nutzung der Daten und die Preispolitik der Online-Datenbank für Leistungserklärungen, Sicherheitsdatenblätter und REACH-Informationen verbleiben auch in Zukunft in der Verantwortung der Herstellerorganisationen.

Construction Product Information Confederation e.V.

Bereits im Vorfeld dieser erwarteten Online-Lösung der Kommission hatte Anfang 2013 eine Initiative von Bauprodukt-Herstellern bzw. von deren nationalen und/oder europäischen Verbänden den Trägerverein Construction Product Information Confederation e.V. (CONPICO) gegründet. Die Art der Informationen und die Weise, in der diese übermittelt bzw. ausgetauscht werden, werden von den CONPICO-Mitgliedern festgelegt. Die Nutzer von DoPCAP unterliegen der Anerkennung einer Datenschutzerklärung. Grundlage für diese Erklärung ist die Beachtung aller gesetzlichen Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), des Telemediengesetzes (TMG) sowie weiterer datenschutzrechtlicher Vorschriften. Die Zurverfügungstellung der Leistungserklärungen über DoPCAP dient nur den in der BauPVO gesetzlich vorgeschriebenen Zwecken. Denkbare Nutzungen zum Zwecke des Marketings, Produktrecherche oder gar Produktvergleich wird es unter den von CONPICO festgelegten Regeln nicht geben.

Kontakt:
Dipl.-Ing. C. Hamans
Tel: +31 433 02 02 63
E-Mail: info@dopcap.eu

Geschäftsstelle:
Schloßallee 10, D-53179 Bonn, Deutschland
Tel.: 0228 / 9 54 56 - 22; Fax: 0228 / 9 54 56 - 90
E-Mail: info@dopcap.eu

CE-Kennzeichnung

Unverändert gilt, dass die Grundanforderung, die CE-Kennzeichnung - bestehend aus dem Bildzeichen „CE“, gefolgt von ergänzenden Angaben und Leistungswerten - möglichst dauerhaft auf dem Produkt selbst, oder wenn nicht möglich, auf der Verpackung oder auf den produktbegleitenden Unterlagen wie Beipackzettel, Lieferschein etc. aufzubringen ist. Neu ist die Nummer der Leistungserklärung. Die Nummer der Leistungserklärung wird vom Hersteller selbst festgelegt. Anhand dieser DoP-Nummer auf der CE-Kennzeichnung können Handel, Planer oder Anwender eindeutig die Zuordnung zur ausführlichen Leistungserklärung des Herstellers vornehmen.

Entsprechend dem Anhang V der BauPVO sind in Abhängigkeit der Systeme zur Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit für den Produktbereich notifizierte Drittstellen einzuschalten. Alle unter der BauPVO notifizierten Drittstellen haben die Arbeitsfähigkeit sowie die institutionellen Voraussetzungen im Rahmen einer Akkreditierung nachgewiesen und durch eine Notifizierung des DIBt mit einer Kenn-Nummer zum Abschluss gebracht.

Für Mauerziegel nach EN 771-1 wird im System 2+ die Einschaltung einer notifizierten Drittstelle gefordert. Für Dachziegel nach EN 1304 und Pflasterklinker nach EN 1344 ist die Herstellererklärung (Leistungserklärung) ohne Einschaltung einer notifizierten Drittstelle ausreichend.

Beispiele:

CE-Kennzeichnung LD-Ziegel nach EN 771-1PDF
CE-Kennzeichnung für HD-Ziegel nach EN 771-1PDF
CE-Kennzeichnung für Dachziegel nach EN 1304PDF
CE-Kennzeichnung für Pflasterziegel nach EN 1344PDF

Leistungserklärung

Anstelle der bisher üblichen EU-Konformitätserklärung wird fortan gemäß BauPVO vom Hersteller eine Leistungserklärung gefordert. Diese Leistungserklärung ist die vollständige Deklaration aller für den betreffenden Verwendungsbereich erforderlichen Eigenschaftskennwerte. Um welche Eigenschaftskennwerte es sich im Einzelnen handelt, wird im Annex ZA der jeweiligen Produktnorm vorgegeben. Werden national keine Anforderungen an bestimmte Charakteristiken gestellt, kann der Hersteller auf einen Leistungsnachweis verzichten und dieses an der betreffenden Stelle in der Leistungserklärung mit den Buchstaben „NPD“ (No Performance Determined/ keine Leistung festgelegt) ausweisen. Mit der Unterschrift des Verantwortlichen wird die Zuständigkeit und damit auch Verantwortung für die Einhaltung der deklarierten Leistungswerte für den Verwender der Bauprodukte garantiert.

Beispiele:

Leistungserklärung für LD-Ziegel nach EN 771-1PDF
Leistungserklärung für HD-Ziegel nach EN 771-1PDF
Leistungserklärung für Dachziegel nach EN 1304PDF
Leistungserklärung für Pflasterziegel nach EN 1344PDF

Wo findet man diese Informationen?

Produktbegleitend auf Papier oder elektronisch als Fax oder E-Mail zu jeder Lieferung

Die Leistungserklärung ist entweder in gedruckter Form als Etikett, Beileger zum Bauprodukt, als Anlage zur Auftragsbestätigung oder als Anlage zum Lieferschein zu finden. Das jeweilige unterschriebene Original der Leistungserklärung hält der Hersteller in seinen Unterlagen u.a. für den Fall vor, dass ein Abnehmer / Kunde die Leistungserklärung in gedruckter Form fordert.

Der Hersteller kann die Leistungserklärung auch in elektronischer Weise (E-Mail, E-Mail mit Link auf die DoP, CD, USB oder Fax) zur Verfügung zu stellen. Auf expliziten Wunsch des Abnehmers wird der Hersteller eine gedruckte Fassung aushändigen. Für den Fall, dass einem einzigen Abnehmer ein Los gleicher Produkte geliefert wird, braucht diesem lediglich eine einzige Abschrift der Leistungserklärung übergeben zu werden.

Zuständig für die Bereitstellung der Leistungserklärung ist immer der direkte Vertragspartner. Das heißt, werden Bauprodukte über den Baustoff-Fachhandel bezogen, ist auch der jeweilige Baustoff-Fachhandel für die Bereitstellung der Leistungserklärung zuständig. Werden Baustoffe im nicht deutschsprachigen Ausland vermarktet, ist der Importeur der Bauprodukte (Hersteller, Handel, usw.) auch für die Bereitstellung der jeweils am Ort der Anwendung der Bauprodukte üblichen Sprachfassung verantwortlich.

Auf der Webseite des Herstellers

Sollte ausnahmsweise die Leistungserklärung verloren gegangen sein, halten viele Hersteller zusätzlich eine Abschrift der Leistungserklärung im PDF-Format auf ihrer Website zum Download bereit. Handel, Planer und Anwender können die Information leicht auf der Website des Herstellers durch Eingabe der in der CE-Kennzeichnung angegebenen Nummer der Leistungserklärung herunterladen, speichern oder ausdrucken.

In Datenbanken im Internet

Verschiedene Hersteller haben ihre Leistungserklärungen bereits auf der europäischen Internetplatt DoPCAP® zur Verfügung gestellt. DoPCAP ist eine Abkürzung aus (Declaration of Performance/Common Access Point). DoPCAP ist eine Initiative von Baustoff-Herstellern, die Bauprodukte auf dem Europäischen Markt bereitstellen. Handel, Planer und Anwender können die Information leicht auf der Website www.dopcap.eu durch Eingabe der in der CE-Kennzeichnung angegebenen Nummer der Leistungserklärung herunterladen, speichern oder ausdrucken. Die Nutzung von DoPCAP durch den Anwender von Bauprodukten ist kostenfrei und bedarf keiner Registrierung.

Notifizierte Drittstellen

Entsprechend dem Anhang V der BauPVO sind in Abhängigkeit des Systems zur Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit für den Produktbereich notifizierte Drittstellen einzuschalten. Alle gemäß der BauPVO notifizierten Drittstellen haben die Arbeitsfähigkeit sowie die institutionellen Voraussetzungen im Rahmen einer Akkreditierung nachgewiesen und durch eine Notifizierung des DIBt mit einer Kennnummer zum Abschluss gebracht.

Eine Übersicht über die zurzeit für den jeweiligen Produktbereich notifizierten Drittstellen sind der NANDO-Liste zu entnehmen.

Produktinfostellen

Mit der Verpflichtung zur Einrichtung von Produktinfostellen haben Hersteller, Planer und Anwender fortan die Möglichkeit, sich über nationale Vorschriften zur Verwendung von Bauprodukten zu informieren. Diese Informationsstellen halten mit Bezug zu einem bestimmten Produkt die Adressen der relevanten nationalen Behörden und Beschwerdemöglichkeiten vor. Dies betrifft nicht nur bauaufsichtliche Anforderungen, sondern ggf. auch Anforderungen aus dem Arbeitsschutz, Umweltverhalten usw. Für Deutschland hat die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) die Aufgabe als nationale Produktinformationsstelle übernommen. Die Anfragen sind per E-Mail zu stellen. Die BAM stellt in Aussicht, Anfragen an die Produktinfostellen kostenlos und innerhalb von 15 Tagen zu beantworten. Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Unter den Eichen 87, 12205 Berlin, Telefon +49 30 8104 3702; E-Mail produktinfostelle@bam.de URL: http://www.pcp.bam.de/de/index.htm.

Eine Übersicht über die Produktinformationsstellen in anderen Mitgliedstaaten wird von der EU veröffentlicht: Product contact points.

Dürfen CE-gekennzeichnete Bauprodukte uneingeschränkt verwendet werden?

Nein, mit der CE-Kennzeichnung oder Leistungserklärung wird vom Hersteller nicht notwendigerweise auch die Einhaltung der national zu beachtenden Anforderungen an die Verwendung von Bauprodukten im Bauwerk bescheinigt. Die harmonisierten europäischen Normen werden im Amtsblatt der Europäischen Union zusammen mit dem Datum der ersten Anwendung und Ende der Frist der Koexistenz bekannt gemacht. Die aktuelle Liste der harmonisierten europäischen Normen wird jeweils im Amtsblatt in der Reihe C veröffentlicht (siehe zum Beispiel C/186 28.6.2013 ).

Die Regelungskompetenz für die Festlegung von Anforderungen an Bauwerke - und damit auch für die Anwendung der Bauprodukte - verbleibt nach wie vor bei den EU-Mitgliedstaaten. Diese werden für Deutschland in der Bauregelliste und der Musterliste der technischen Baubestimmungen präzisiert und in den Länderlisten bauordnungsrechtlich umgesetzt. Siehe auch
Bauregelliste/Technische Baubestimmungen.

Dach- und Formziegel nach EN 1304

Für die Anwendung von Dach- und Formziegel nach EN 1304:2005 ist nach lfd. Nr.: 1.9.9 der Bauregelliste B Teil 1 die Anlage 01, das heißt, es sind die Landesbauordnungen zu beachten. Präzisiert werden diese in den Anwendungsregeln für Bauprodukte nach europäisch harmonisierten Normen in der Musterliste der technischen Baubestimmungen (MLTB) Teil II, die i.d.R. unverändert in das jeweilige Landesbaurecht übernommen werden. Nach lfd. Nr. 5.23 sind Dach- und Formziegel nach EN 1304 für Dacheindeckungen oder für Fassadenelemente für Außenwandbekleidungen die Größen- und Gewichtsbegrenzungen zu beachten. Dachelemente für Dacheindeckungen und Fassadenelemente für Außenwandbekleidungen sind zudem nach allgemein anerkannten Regeln der Technik (d.h. die Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks - ZVDH) zu befestigen.

Pflasterziegel nach EN 1344

Pflasterziegel nach EN 1344 sind in der Liste der harmonisierten europäischen Normen im Amtsblatt der Europäischen Union in der Reihe C veröffentlicht (siehe zum Beispiel C/186 28.6.2013 ). Aufgrund der fehlenden bauordnungsrechtlichen Relevanz von Pflasterungen erfolgte weder eine Bekanntmachung dieser Produkte in der Bauregelliste B Teil 1, noch der Bezug zu Anwendungsregeln für Bauprodukte in der Musterliste der Technischen Baubestimmungen. Pflasterklinker nach DIN 18503:2003-12 erfüllen zusätzliche Anforderungen an die Wasseraufnahme und die Scherbenrohdichte.

Mauerziegel nach EN 771-1

Hier hat der Planer, Bauherr oder Anwender die Verpflichtung, anhand der Angaben in der CE-Kennzeichnung zu prüfen, ob der Mauerziegel den Anforderungen der Anwendungsnorm DIN 20000-401:2012-11 „Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken – Teil 401: Regeln für die Verwendung von Mauerziegeln nach DIN EN 771-1:2011-07“ entspricht und anwendbar im Sinne der technischen Baubestimmungen ist. Siehe auch
Bauregelliste/Technische Baubestimmungen.

Die Verpflichtung für die Anwendung von Mauerziegeln nur mit CE-Kennzeichnung ergibt sich aus den Anforderungen der Bauregelliste B Teil 1 –Ausgabe 2013/2 in der lfd.-Nr. 1.2.1.1 Mauerziegel nach DIN EN 771-1:2011-07, wo nach Anlage 01 die Landesbauordnungen zu beachten sind. In den Regelungen der Musterliste der technischen Baubestimmung (MLTB) wird für Mauerwerk nach DIN 1053 in der lfd.-Nr. 2.2.1 im Teil 1der MLTB auf die Anlage 2.2/1 E, 5) verwiesen, wonach für Mauersteine nach EN 771-1 sinngemäß die Anwendungsnorm DIN V 20000-401:2012-11 einzuhalten ist.

Für Mauerziegel, an die Anforderungen an den Frostwiderstand gestellt werden, ist zusätzlich nachzuweisen, dass sie Bauregelliste A Teil 1, lfd. Nr. 2.1.23 unter Beachtung und zusätzlich der Anlage 1/2.2 entsprechen. Das bedeutet, Nachweis der Frostbeständigkeit nach DIN 52252-1 (Abschnitt 4.8, DIN 105-100:2012-01) und Einhaltung der Anforderung zu treibenden Einschlüssen ggf. mit Nachweis im Dampftest (Abschnitt 4.9, DIN 105-100:2012-01). Eine Übereinstimmungserklärung des Herstellers und die Kennzeichnung mit ÜH sind nicht erforderlich.

Mauerziegel mit besonderen Eigenschaften nach DIN 105-100

Zusätzlich zur CE-Kennzeichnung sind diese Mauerziegel mit einer Kennzeichnung nach DIN 105-100:2012-01 zu versehen. Beispiel: Ziegel DIN 105 – HLzB 12 – 0,9 – 16 DF 240.

Mauerziegel mit CE-Kennzeichnung und mit besonderen Eigenschaften nach DIN 105-100:2012-01 dürfen für Mauerwerk nach DIN 1053 direkt verwendet werden. Für Planer, Bauherr oder Anwender entfällt die Verpflichtung anhand der Angaben in der CE-Kennzeichnung, die Anwendbarkeit in Deutschland nach den Technischen Bauvorschriften zu prüfen, siehe auch Musterliste der technischen Baubestimmungen Teil 1, lfd.-Nr. 2.2.1, Anlage 2.2/1 E, 5). Zu beachten ist, dass für Mauerziegel, an die Anforderungen an den Frostwiderstand gestellt werden, zusätzlich nach Bauregelliste A Teil 1, lfd. Nr. 2.1.23, Anlage 1/2.2 der Nachweis der Frostbeständigkeit nach DIN 52252-1 (Abschnitt 4.8, DIN 105-100:2012-01) und Einhaltung der Anforderung zu treibende Einschlüsse ggf. mit Nachweis im Dampftest (Abschnitt 4.9, DIN 105-100:2012-01) zu führen ist. Die Einhaltung dieser zusätzlichen (noch) nicht harmonisierten Eigenschaften erklärt der Hersteller selbst und kennzeichnet diese Mauerziegel mit dem Ü-Zeichen (ÜH).

Zulassungsziegel - Mauerziegel mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (abZ)

Die Verwendbarkeit und die Kennzeichnung für Zulassungsziegel ergeben sich aus der Übereinstimmung mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (abZ). Wird in der abZ Bezug auf die europäische Mauerziegelnorm DIN EN 771-1:2011-07 genommen, sind auch Zulassungsziegel zusätzlich zur Kennzeichnung nach abZ mit CE zu kennzeichnen.