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Klinkerriemchen und Wärmedämmverbundsysteme: Eine optimale Partnerschaft

Mit Wärmedämmverbundsystemen lassen sich Energie sparen und CO2-Emissionen reduzieren. Gerade bei dicken Dämmschichtaufbauten kommt es jedoch immer wieder zu Algen- und Pilzbefall. Putzhersteller versuchen dies durch die Zugabe von Bioziden zu verhindern, die jedoch die Umwelt stark belasten. Mit keramischen Klinkerriemchen als äußerer Abschluss von Wärmedämmverbundsystemen stehen Bauherren und Sanierern jedoch eine ebenso umweltfreundliche und optisch attraktive Alternative zur Verfügung. Das Fraunhofer Institut für Bauphysik in Holzkirchen (IBP) hat nun gerade in einer Studie die positiven Eigenschaften der keramischen Klinkerriemchen bestätigt

Aktuell hat die europäische Kommission vorgeschlagen, den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Sie folgt damit den Ankündigungen der Bundesregierung, die in ihrem Koalitionsvertrag das gleiche Ziel festgelegt hat. Im Gegensatz zu den beiden anderen großen Verursachern von CO2-Emissionen, dem Verkehr und der Industrie, ist es im Wohnungsbau vergleichsweise kostengünstig möglich, den Ausstoß zu senken. Mit Zuckerbrot (KfW-Förderung) und Peitsche (ordnungsrechtliche Vorgaben durch die Energieeinsparung) sollen die Inhaber der Immobilien dazu gebracht werden, ihre Häuser zu dämmen und damit Energie zu sparen, was auch zu einer Verminderung der CO2-Emissionen führt.

Vor allem bei der Sanierung älterer Gebäude hat sich dabei durchgesetzt, Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) auf die Außenwand zu montieren. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen an die Dämmeigenschaften hat deren Dicke immer weiter zugenommen, was mit erheblichen Problemen verbunden ist. So können schon nach zwei bis drei Jahren Algen- und Pilzbefall das optische Erscheinungsbild der neuen Fassade stark beeinträchtigen. Dies wird durch das Funktionsprinzip des Wärmedämmverbundsystems verursacht. Die Hersteller versuchen nun, dieses Problem mit der Zugabe von Bioziden (Algen- und Pilzgifte) in den Oberflächenputzen oder Fassadenfarben zu lösen. Weil die aber nur wirken können, wenn sie vom Regen ausgewaschen werden, belasten sie die Umwelt in starkem Maße.

Keramische Klinkerriemchen als äußerer Abschluss von Wärmedämmverbundsystemen stellen eine umweltfreundliche und optisch attraktive Alternative zu Putzen und Farben dar. Sie werden auf die gleiche Art und Weise wie Backsteine hergestellt, bestehen also aus natürlichen Rohstoffen und werden bei ca. 1.100 Grad gebrannt. Deshalb sind ihre physikalischen Eigenschaften identisch und auch der visuelle Eindruck von Fassaden mit keramischen Riemchen entspricht der eines Backsteinmauerwerks. So lässt sich auch bei einer energetischen Sanierung der Außenwände die Schönheit des Ziegelhauses bewahren.

Das Fraunhofer Institut für Bauphysik in Holzkirchen (IBP) hat nun in einer Studie die positiven Eigenschaften der keramischen Klinkerriemchen bestätigt. Dazu wurden in einem Feldversuch Wände mit Wärmedämmverbundsystemen mit mineralischen Putzen und mit Klinkerriemchen verglichen. Dabei hat sich gezeigt, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Putzsystemen und denjenigen mit keramischen Riemchen gibt

Dr.-Ing. Nasser Altaha, der für die Ziegelindustrie die Untersuchungen begleitet hat, bringt es auf den Punkt: „Bedingt durch die wesentlich geringere Taupunkt-Unterschreitungsdauer fällt bei Fassaden aus Klinkerriemchen grundsätzlich wenig Tauwasser aus. Zudem verhalten sich Klinkerriemchen im Falle eines Tauwasserausfalls völlig anders als Putzsysteme: Bei Deckschichten aus Klinkerriemchen wird das Tauwasser aufgrund ihrer charakteristischen keramischen Eigenschaften rasch wieder verdunstet, so dass eine trockene und damit algen- und pilzresistente Wandoberfläche entsteht.“

Damit kann der Bauherr sicher sein, dass er nicht nur Energie spart und etwas gegen den Klimawandel tut, sonder auch auf lange Zeit Freude an seiner schönen Fassade hat.

Informationen:

Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V.
Schaumburg-Lippe-Straße 4
531113 Bonn
Tel.: 02 28 - 91 49 30
Fax: 02 28 - 9 14 93 28
E-Mail: info@ziegel.de
Internet: www.ziegel.de

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