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Der Ziegelbau: Im Einklang mit der Natur

Ziegel erfüllen alle Anforderungen an Brand-, Schall- und Feuchtigkeitsschutz und bürgen außerdem für niedrige Heizkosten.

Wer beim Eintritt ins Rentenalter im eigenen Haus wohnt, muss sich keine Gedanken mehr über steigende Mieten machen. Der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V. unterstützt deshalb die Bemühungen des Gesetzgebers, selbst genutztes Wohneigentum systematisch und gleichberechtigt in die geförderte Altersvorsorge zu integrieren.

Feuer, Wasser, Erde, Luft – wer mit Ziegeln baut, ist der Natur stets ganz nah. Sanfter und verantwortungsvoller können Bauherren mit ihrer Umwelt kaum noch umgehen. Ressourcen schonende Produktion, keine Energieverschwendung, keine Probleme mit der Entsorgung. Schon die alten Ägypter kannten die Kunst, aus Nilschlamm und Kameldung imposante Bauwerke zu errichten. Inzwischen hat sich die Ziegel-Herstellung natürlich verändert, doch das Ergebnis bleibt gleich: Ziegelbauten überdauern die Jahrhunderte und sind ein perfektes Beispiel für nachhaltiges Bauen.

Kaum ein Baustoff eignet sich besser, die Lebensqualität künftiger Generationen zu sichern und zu verbessern. Das gilt von der Materialgewinnung bis hin zur Wiederverwertung. Die Eingriffe in die Natur sind gering. Zum Vergleich: Der Tonabbau zur Herstellung von Bauprodukten macht nur 5 Prozent des gesamten Mineralabbaus aus. Überschüsse werden nicht produziert, Abfallprodukte entstehen kaum.

Auch die Herstellung erfolgt dank modernster Anlagentechnik Ressourcen schonend, Energie sparend und umweltfreundlich. Der CO2-Ausstoß konnte in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden. Die Tongruben selbst lassen sich anschließend sehr gut rekultivieren. Sie können zu Erholungsgebieten ausgebaut oder in Biotope umgewandelt werden. Aber auch die Nutzung als Mülldeponie ist möglich, da Tongruben natürlicherweise undurchlässig sind.

Die Ziegel selbst bleiben während ihrer gesamten Lebensdauer frei von Ausgasungen oder Auswaschungen. Weitere Pluspunkte sind die gute Qualität, die lange Haltbarkeit und der minimale Unterhaltungsaufwand. Werden Gebäude trotzdem irgendwann abgerissen, leben die Ziegel weiter: Zum Beispiel als Füllmaterial beim Straßenbau, als Zuschlagstoff für Beton und Kalksandstein oder auch als Tennissand.

Ob ökologisch oder ökonomisch: „Wer nachhaltig bauen möchte, kommt an Ziegeln nicht vorbei“, erklärt Martin Roth, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie e.V., Bonn. Die Nachfrage gibt ihm Recht. Beim aufgehenden Mauerwerk kommt der Naturbaustoff inzwischen auf einen Marktanteil von 44 Prozent. In Bayern liegt er sogar bei über 70 Prozent. Tendenz steigend. Positive Signale gibt es aber auch aus den neuen Bundesländern. Zum Beispiel aus Sachsen-Anhalt: Hier entstand im Jahr 2004 jeder zweite Wohnungsneubau in Ziegelbauweise.

Die Gründe liegen auf der Hand. Ziegel erfüllen alle Anforderungen an Brand-, Schall- und Feuchtigkeitsschutz und bürgen außerdem für niedrige Heizkosten. Sie garantieren einen spürbaren Wärmeschutz und ein deutlich verbessertes Raumklima. Unabhängige Untersuchungen haben ergeben, dass Ziegelwände die Raumfeuchte wunderbar regulieren. Steigt die Luftfeuchte an, wird sie von der Wand aufgenommen und zur kühleren Außenseite transportiert – ganz ohne Hilfsmittel. Die Wandoberfläche bleibt trocken, der Wohlfühlfaktor steigt. Damit sind Ziegelwände praktisch die natürlichsten Klimaanlagen der Welt.

Selbstverständlich gibt es auch eine Vielzahl anderer Baustoffe, die mit den Schlagworten Nachhaltigkeit oder Raumklima punkten wollen. „Trotzdem lassen sich Bauinteressenten nicht verunsichern“, weiß Martin Roth. „Wenn es um ihre eigenen vier Wände geht, setzt die Mehrzahl nach wie vor auf Ziegelmassivbauweise mit Niedrigenergiestandard.“

Eine gute Entscheidung. Schließlich ist der Ziegel ein echter Alleskönner. Vom Keller bis zum Dach gibt es kaum eine Ecke, die er nicht ausfüllen kann. Dazu gehören auch Fensterstürze, Rollädenkästen, Geschossdecken und Massivdächer. Die Konzentration auf einen einzigen Baustoff hat einen gewaltigen Vorteil. Alle Bauteile verfügen über die gleichen bauphysikalischen Eigenschaften. Das heißt: Ein massives Bauwerk aus Ziegeln ist dauerhaft sicher und nimmt auch Stürme, Überschwemmungen oder Brände fast schadlos hin. Martin Roth: „Unter normalen Umständen ist ein Ziegelhaus einfach nicht klein zu kriegen.“

Harte Schale, warmer Kern: In Sachen Energieeffizienz sind Ziegelhäuser kaum zu schlagen. Das ist auch der Grund, warum sich der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V. bei wirtschaftlich nicht mehr modernisierbaren Altbauwohnungen für den Ersatzneubau einsetzt. Damit könne den veränderten Wohnbedürfnissen entsprochen und jede Menge Energie eingespart werden. Martin Roth: „Alles andere wäre ökonomisch nicht zu vertreten.“

Anders sieht es dagegen bei der Aufsattelung von gut erhaltenen Häusern mit Flachdächern aus. Hier sieht die Deutsche Ziegelindustrie durchaus Möglichkeiten, ohne großen Aufwand neuen Wohnraum zu schaffen. Auf diesen Sanierungsmarkt hat sich die Dachziegelindustrie in den vergangenen Jahren verstärkt eingestellt und attraktive Lösungen entwickelt.

Neubauen, sanieren oder aufsatteln: Vor allem, wenn das eigene Haus zum Altersruhesitz werden soll, lohnt es sich, langfristig zu denken. Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiepreise. Aber auch sonst ist es sinnvoll, frühzeitig auf Qualität zu setzen. Schließlich sollen im Ruhestand nicht gleich die ersten Gebäudewartungen und Instandhaltungsarbeiten beginnen.

Was hunderte von Jahren gut war, kann natürlich trotzdem besser werden. Deshalb unterhält die deutsche Ziegelindustrie eine eigene Forschungsstelle. Ihr Arbeitsfeld erstreckt sich von der Grundlagenforschung bis hin zu weiteren Energiespar-Möglichkeiten. Und das kommt letztendlich allen zugute: den Ziegeleien und den Hausbesitzern.

Informationen:

Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V.
Schaumburg-Lippe-Straße 4
531113 Bonn
Tel.: 02 28 - 91 49 30
Fax: 02 28 - 9 14 93 28
E-Mail: info@ziegel.de
Internet: www.ziegel.de

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