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Pressemitteilung
07.07.2020

„Baukindergeld erhöht die Eigentumsquote und stabilisiert die Bauwirtschaft!“

Berlin, Juli 2020 (PRG) – Das 2018 eingeführte Baukindergeld ist eine Erfolgsstory: bislang wurden rund 233.000 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 4,9 Milliarden Euro bewilligt. Obwohl erst die Hälfte der zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft ist, läuft das Programm wie geplant Ende 2020 aus. Über eine Verlängerung wird frühestens nach der nächsten Bundestagswahl entschieden.

Eigentum ist der beste Schutz vor Altersarmut

Der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie (BVZI) appelliert an die Bundesregierung, diese Entscheidung zu überdenken: „Das Baukindergeld ist ein wirksames Instrument, um Familien mit geringem Einkommen bei der Bildung von Wohneigentum und damit bei der Altersvorsorge zu unterstützen“, macht Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des BVZI, deutlich. Denn Menschen, die heute wenig verdienen, werden später eine kleine Rente haben. Ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung ist der beste Schutz vor Altersarmut. Zwar ist die Wohneigentumsquote in den letzten zehn Jahren von 45,7 auf 51,1 Prozent gestiegen – Deutschland ist damit aber immer noch Schlusslicht in Europa. Wer den positiven Trend der letzten Jahre verstetigen will, muss die Eigentumsförderung für junge Familien über das Jahr 2020 hinaus verlängern.

Hausbauquote durch Baukindergeld gestiegen

Trotz anfänglicher Kritik hat das Baukindergeld nachweislich ihre Zielgruppe erreicht und die beabsichtigte Wirkung entfaltet. Die Mehrzahl der Antragsteller ist zwischen 25 und 40 Jahre alt, hat ein bis zwei Kinder im Vorschulalter und ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von weniger als 40.000 Euro. 101.569 fertiggestellte Ein- und Zweifamilienhäuer 2019 sowie ein Anstieg der Baugenehmigungen im ersten Quartal 2020 um 1,3 Prozent bei Einfamilienhäusern und 14,3 Prozent bei Zweifamilienhäusern zeigen sehr eindrücklich, dass das Baukindergeld den gewünschten Effekt erzielt.

Verlängerung Baukindergeld

Krisen erfordern kraftvolle Maßnahmen

Auch wenn die Zahl der Baugenehmigungen im ersten Quartal um insgesamt 4,7 Prozent gestiegen ist, sind die 350.000 bis 400.000 Wohneinheiten pro Jahr, die nötig wären, um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu beseitigen, immer noch in weiter Ferne. Zumal die Nachfrage aufgrund von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit noch deutlich ansteigen dürfte. Hinzu kommt die coronabedingt schwierige finanzielle Situation vieler Kommunen, die zu rückläufigen Bauinvestitionen führen könnte. „Besonders in Krisenzeiten ist es wichtig, dass die Politik alle zur Verfügung stehenden Instrumente nutzt, um die Bautätigkeit langfristig zu stabilisieren. Dazu zählt neben der Förderung des sozialen Wohnungsbaus auch das Baukindergeld“, betont Frederichs.