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Pressemitteilung
25.04.2018

Ziegelindustrie verbucht auch 2017 Produktionszuwachs

Berlin, April 2018Das Wachstum der deutschen Ziegelindustrie setzte sich auch 2017 fort: Laut Produktionsstatistik des Statistischen Bundesamtes stieg der Wert der Ziegelproduktion gegenüber 2016 um 2,9 Prozent auf mehr als 1,3 Milliarden Euro an.

Treiber dieser Entwicklung ist der Mauerziegel insbesondere aufgrund des gesteigerten Bauvolumens im mehrgeschossigen Wohnungsbau. Um 5,8 Prozent auf knapp 635 Millionen Euro wuchs die Produktion, was etwa 7,4 Millionen Kubikmeter Vor- und Hintermauerziegel einschließlich Pflasterklinker entspricht. Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen konnten auch die Dachziegelhersteller mit 0,4 Prozent ein leichtes Plus verbuchen. Der Wert der Produktion für Tondachziegel, Zubehör und Services beläuft sich für 2017 auf 675 Millionen Euro. Die produzierte Menge an Dachziegeln summierte sich auf etwa 607 Millionen Stück.

Investitionshemmnisse abbauen

Im Steildachbereich fehle es an langfristigen Perspektiven, die Planungssicherheit für Verbraucher, Investoren und Verarbeiter schaffen, kommentiert Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Ziegelindustrie, die andauernd schwierige Marktlage. Er fordert: „Investitionshemmnisse im Dachmarkt müssen endlich abgebaut werden!“ Das Potenzial für Dachsanierung, Ausbau und Aufstockung sei enorm, leider blieben die wirtschaftlichen Anreize zur Kompensierung des Mehraufwands unzureichend. Regelungswildwuchs bei Bund, Ländern und Gemeinden zu Abstandsflächen, Stellplatzpflichten oder zum Brandschutz schrecken derzeit eher ab, als dass sie zu Investitionen anregen. Sowohl die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbarte steuerliche Förderung als auch die Abschreibungsmöglichkeiten (AfA) greifen hier zu kurz“, so Frederichs.

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„Wohnraum-Offensive“ jetzt starten

Außerdem müsse die Bundesregierung schnellstmöglich ihre angekündigte „Wohnraum-Offensive“ starten und mit ausreichend Finanzmitteln ausstatten. „1,5 Millionen neue Wohnungen bis 2021 werden nur dann gebaut, wenn jetzt die richtigen Anreize gesetzt werden.“ Dazu gehöre die Einführung des Baukindergelds für den Ersterwerb einer Immobilie in Neubau oder Bestand noch in diesem Jahr, so Frederichs. Außerdem müsse endlich mehr Bauland ausgewiesen und die Grunderwerbssteuer in den Ländern spürbar gesenkt werden, so der Hauptgeschäftsführer weiter.